Welttag der Fettleibigkeit: Mögliche Krankheiten, die durch Fettleibigkeit verursacht werden

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Der 4. März ist Welttag der Fettleibigkeit, der uns an das globale Gesundheitsproblem der Fettleibigkeit erinnern soll.Bei Adipositas geht es nicht nur um die Körperform; es handelt sich um eine von der WHO definierte chronische Krankheit und einen wichtigen Faktor, der zu vielen anderen chronischen Krankheiten beiträgt.

Übergewicht, insbesondere die Ansammlung von Bauchfett, kann eine Reihe schwerwiegender Gesundheitsprobleme auslösen. Im Folgenden sind die potenziellen, durch Übergewicht verursachten Krankheiten nach Organsystemen kategorisiert aufgeführt:

1. Stoffwechselsystem

- Typ 2 DiabetesDies ist eine der häufigsten Komplikationen von Übergewicht. Übergewicht führt zu Insulinresistenz, was bedeutet, dass die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren. Dadurch kann Glukose nicht mehr effektiv zur Energiegewinnung genutzt werden, was zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt.

Dyslipidämie (Hoher Cholesterinspiegel): Bei übergewichtigen Menschen ist der Fettstoffwechsel häufig gestört. Dies äußert sich typischerweise in erhöhten Triglycerid- und LDL-Cholesterinwerten (dem „schlechten“ Cholesterin) und erniedrigten HDL-Cholesterinwerten (dem „guten“ Cholesterin), was Gefäßschäden beschleunigt.

- Hyperurikämie und Gicht: Übergewicht beeinflusst den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Harnsäure, wodurch deren Spiegel im Blut ansteigt und das Risiko, an Gicht zu erkranken, steigt.

2. Herz-Kreislauf-System

Bluthochdruck: Um eine größere Körpermasse mit Blut zu versorgen, muss das Herz stärker arbeiten, wodurch der Gefäßwiderstand steigt und der Blutdruck ansteigt. Übergewicht ist ein Hauptrisikofaktor für essentiellen Bluthochdruck.

Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt: Hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck und hoher Blutzucker schädigen die Endothelschicht (die innere Auskleidung) der Arterien und führen zu Arteriosklerose. Dadurch können sich die Koronararterien (die das Herz mit Blut versorgen) verengen oder verschließen, was Angina pectoris oder einen Herzinfarkt auslösen kann.

- Herzinsuffizienz: Langfristige Überlastung kann zu einer Verdickung und schließlich Schwächung des Herzmuskels führen, wodurch dessen Fähigkeit, Blut effektiv zu pumpen, abnimmt und schließlich eine Herzinsuffizienz entsteht.

- Schlaganfall: Auch die Hirngefäße sind von Arteriosklerose betroffen. Ein Verschluss oder Riss dieser Gefäße kann zu einem Schlaganfall führen.

3. Atmungssystem

Schlafapnoe: Dies ist eine häufige und ernstzunehmende Erkrankung bei Menschen mit Adipositas. Überschüssiges Fett im Halsbereich kann die oberen Atemwege im Schlaf einengen und so wiederholte Atemaussetzer verursachen. Dies führt zu Sauerstoffmangel, stört den Schlaf und erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Herztod.

- Asthma: Die mit Fettleibigkeit einhergehende chronische Entzündung kann auch die Atemwege beeinträchtigen und so das Risiko erhöhen, an Asthma zu erkranken oder ein bestehendes Asthma schwerer kontrollierbar zu machen.

4. Verdauungssystem

Nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD): In den Leberzellen lagert sich überschüssiges Fett ab. Dies kann von einer einfachen Fettleber (Steatose) zu einer nichtalkoholischen Steatohepatitis (NASH) fortschreiten, die schließlich zu einer Zirrhose oder sogar zu Leberkrebs führen kann.

Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD): Erhöhter Druck im Bauchraum durch überschüssiges Fett kann Magensäure in die Speiseröhre zurückdrücken und so Sodbrennen und Aufstoßen verursachen. Chronische GERD erhöht das Risiko für Speiseröhrenkrebs.

- Gallensteine: Bei übergewichtigen Personen ist die Cholesterinkonzentration in der Galle oft höher, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich das Cholesterin in der Gallenblase kristallisiert und Steine ​​bildet.

5. Bewegungsapparat

- Osteoarthritis: Übergewicht belastet die tragenden Gelenke wie Knie, Hüfte und Sprunggelenk enorm, beschleunigt den Verschleiß des Knorpels und führt zu Osteoarthritis und chronischen Schmerzen.

6. Fortpflanzungs- und Harnsysteme

Bei Frauen: Übergewicht stört den Hormonhaushalt und führt zu Menstruationsstörungen, Anovulation (fehlendem Eisprung) und in der Folge zu Unfruchtbarkeit. Während der Schwangerschaft erhöht Übergewicht das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Präeklampsie und die Geburt eines großen Babys (Makrosomie).

- Bei Männern: Übergewicht kann zu einem niedrigeren Androgenspiegel führen (Testosteron) Spiegel und relativ höhere Östrogenspiegel, was zu sexueller Dysfunktion und Unfruchtbarkeit beiträgt.

- Stressinkontinenz: Durch überschüssiges Fettgewebe erhöhter Bauchdruck kann auf die Blase drücken, was zu unwillkürlichem Harnverlust bei Aktivitäten wie Husten, Niesen oder Springen führen kann.

7. Psychische und psychische Gesundheit

- Depression und Angstzustände: Übergewichtige Menschen können aufgrund ihrer Körpergröße mit sozialer Stigmatisierung, Vorurteilen und Diskriminierung konfrontiert werden, was zu geringem Selbstwertgefühl, sozialer Isolation und einem höheren Risiko für Stimmungsstörungen wie Depressionen und Angstzuständen führen kann.

8. Krebsrisiko

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat festgestellt, dass Fettleibigkeit mit einem erhöhten Risiko für mindestens 13 Krebsarten einhergeht, darunter:

- Ösophagusadenokarzinom
- Darmkrebs
- Brustkrebs (nach den Wechseljahren)
- Endometriumkarzinom
- Nierenkrebs
- Leberkrebs
- Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Magenkrebs
- Eierstockkrebs
- Gallenblasenkrebs
- Schilddrüsenkrebs
- Multiples Myelom
- Meningeom

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Adipositas nicht nur ein Problem des äußeren Erscheinungsbildes ist, sondern eine systemische Erkrankung, die den gesamten Körper betrifft. Sie kann die Lebenserwartung deutlich verkürzen und die Lebensqualität mindern.

Die gute Nachricht ist, dass viele der mit Übergewicht verbundenen Gesundheitsrisiken durch wissenschaftlich fundiertes Gewichtsmanagement rückgängig gemacht oder sogar verbessert werden können. Schon eine Gewichtsreduktion von 5–10 % kann sich sehr positiv auf Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinspiegel auswirken.

Am Welttag der Adipositas ist es wichtig, diese Informationen zu verstehen und sich stärker auf die Gesundheit zu konzentrieren. Falls Sie oder jemand, den Sie kennen, damit zu kämpfen hat, hätten Sie gerne konkrete Tipps zu wissenschaftlich fundierten Methoden der Gewichtsabnahme?


Veröffentlichungsdatum: 03. März 2026